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PM – Kritik an Googles Einknicken vor der chinesischen Regierung


Zur Ankündigung des US-Suchmaschinenanbieters Google, seine Umleitung chinesischer Suchanfragen nach Hongkong aufzuheben, erklärt Helga Trüpel, Mitglied der China-Delegation des Europäischen Parlaments:

„Ich finde es mehr als bedauerlich, dass Google sich der chinesischen Regierung beugt und die Umleitung der Suchanfragen auf eine unzensierte Hongkonger Seite abbricht. Damit ist wieder bewiesen, dass es Google nicht um die Bereitstellung von Informationen, sondern ganz allein um die Geldeinnahmen aus der Werbung geht. Damit wird der chinesischen Bevölkerung wieder einmal die Möglichkeit auf unzensierten Informationszugang verwehrt.

Ich fordere Google auf, den zum Jahreswechsel eingeschlagenen Kurs des unzensierten Zugangs zu Informationen in China beizubehalten und somit den Menschen in China die Möglichkeit zu geben, ihr Menschenrecht auf Informationsfreiheit wahrzunehmen.“

Google hatte erklärt, dass auf Grund der Androhung, ihre Lizenz für den chinesischen Markt zu verlieren, die Umleitung der chinesischen Suchanfragen, auf einen unzensierten Server in Hongkong, aufgegeben wird. Die chinesische Führung hatte gedroht Google zum 30. Juni die Lizenz zu entziehen. Dafür wolle man erkennbar eine Möglichkeit einrichten selber zu wählen, ob man seine Anfrage in China oder in Hongkong stellen wolle.

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