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PM: Fischereiministerrat beschließt keine nachhaltigen Quoten

Die EU-Fischereiminister haben nach harten Verhandlungen die Quoten für Hering und Scholle festgelegt. Für Makrelen wurde dagegen nur eine vorläufige Regelung gefunden, da Brüssel und Oslo noch über die Fangmengen in norwegischen Gewässern streiten. Die Gespräche sollen im Januar fortgesetzt werden.

Dazu Helga Trüpel, Grüne EU-Abgeordnete: „Die Fischbestände sind weltweit durch Überfischung gefährdet. Acht von zehn Beständen in EU-Gewässern gelten als überfischt. Deshalb müssen allgemein gültige Kriterien für die Erhaltung und umweltschonende Bewirtschaftung der Fischereiressourcen entwickelt und durch globale und regionale Fischereiabkommen umgesetzt werden. Die alljährlichen Verhandlungen über die Fischbestände sind zu kurzfristig gedacht und gehören zu den Krankheitssymptomen der Fischereipolitik. Was wir brauchen, ist eine mehrjährige Planung, um Fisch und Fischer gerecht zu werden.

Auch die Regeln für den Beifang müssen endlich reformiert werden. Beifang muss auch in der EU endlich angelandet werden und auf die Quoten mit angerechnet werden. Norwegen und Island sind da deutlich weiter.“

2010 müssen die Fischer der EU-Vereinbarung zufolge bei Kabeljau, Schellfisch und Sole um 20 bis 25 Prozent unter den Mengen des Jahres 2009 bleiben. Dafür dürfen sie um 15 Prozent mehr Seehechte fangen, deren Bestand sich den Angaben zufolge leicht erholt hat. Die EU lockerte zudem ihr Verbot des Sardellenfangs in der Biskaya, wie es Frankreich und Spanien beantragt hatten.

Video Helga Trüpel