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• Maritime Politik

Zur EU-Fischereipolitik vor Afrika: Wie man Probleme exportiert und schafft

Weltweit steigt der Bedarf an Fisch und auch die Europäer haben in letzter Zeit wieder mehr Appetit auf ihn bekommen. Doch gleichzeitig nehmen die Fangmengen ab, weil die meisten Bestände durch Überfischung dezimiert wurden. Und weil zu Hause die Meere leer sind und der Bedarf nicht gedeckt werden kann, müssen die europäischen Flotten ihre Netze woanders auswerfen, etwa im Pazifik oder vor Westafrika. Doch die dafür abgeschlossenen Fischereiabkommen führten u.a. dazu, dass die einheimischen Fischer dort zunehmend mit leeren Netzen nach Hause kommen. Eines von vielen geschaffenen Problemen… Lesen Sie unsere Analyse zur EU-Fischereipolitik vor Afrika hier (pdf).

Publikation: MSC-Zertifizierung kritisch hinterfragt

Das Marine Stewardship Council (MSC) Label für vermeintlich nachhaltige Fischerei  wird in dem zu erscheinenden Buch “Inside Spin: The dark underbelly of the PR industry” von Bob Burton unter die Lupe genommen. Das Buch wirft ein sehr kritisches Licht auf den Hintergrund des mittlerweile weit verbreiteten MSC Labels.

Mehr hier.

EP-Studie: Regionale Abhängigkeiten von Fischereiwirtschaft

Das EP (Generaldirektorat Interne Angelegenheiten, Policy Department Structural and Cohesion Policies) hat auf Anfrage des Fischereiausschusses eine Studie mit dem Titel “Regional Dependency on Fisheries” veröffentlicht. Sie ist z.Zt. nur auf Englisch verfügbar.

PDF (Engl.)

Konferenz zum Meerespolitik-Grünbuch der EU

Der einjährige EU-weite Konsultationsprozess zum Meerespolitik-Grünbuch der Kommission wurde im Rahmen einer Konferenz vom 2. bis 4. Mai in Bremen beendet. Dabei hat Helga Trüpel die grüne Forderung nach einer eindeutigen Vorrangstellung des Meeresschutzes bekräftigt: wenn unsere Gewässer eine Chance auf Regeneration haben sollen, muss der Umweltschutz in der Debatte um eine europäische Meerespolitik oberste Priorität haben und darf eben nicht der Wirtschafts-, Verkehrs- oder Agrarpolitik nachgeordnet werden. In der abschließenden, sogenannten “Bremer Erklärung zur künftigen Meerespolitik der EU“ legte die deutsche Ratspräsidentschaft den Schwerpunkt dann aber doch wieder eindeutig auf Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit. Umweltschutzorganisationen, die ebenfalls teilgenommen hatten, fühlten sich vom Abschlussdokument nicht vertreten und kritisierten das Fehlen konkreter Beschlüsse zum Schutz bedrohter Fischarten. Die Grünen im Europa-Parlament werden diesbezüglich auch weiterhin für nachhaltige, verbindliche Entscheidungen kämpfen.

Studie über Klimawandel und EU-Fischereipolitik

In dieser Studie werden die Auswirkungen, die der Klimawandel auf die marinen Ökosysteme ausübt, analysiert. Durch Klimaänderung verursachte Belastungen drohen substanzielle Schäden einzigartiger Systeme und das Aussterben einiger bedrohter Arten.

Die Grundlage der Studie ist ein kompletter Bericht von ungefähr 200 relevanten und aktuellen wissenschaftlichen Schriften, die auf die Fischereibetriebsmittel, die für die europäischen Anschlussfischereien relevant sind, Bezug nehmen.

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Video Helga Trüpel