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• Kultur und Medien

Neue Chiffre der Unfreiheit – Wie Ungarn die liberalen Werte Europas verspielt

Anlässlich der anhaltenden Medienkampagne in Ungarn gegen kritische Intellektuelle, Journalisten und Wissenschaftler erklärt Helga Trüpel, Mitglied im Europäischen Parlament:

„Ungarn avanciert immer mehr zur Chiffre für kulturelle, intellektuelle und mediale Unfreiheit in Europa. Die einst „lustigste Baracke im sozialistischen Block“, Katalysator der friedlichen Revolution 1989/90, besinnt sich mittels eines symbolischen und rhetorischen Exzesses auf Religion und Nation und ist auf dem besten Wege all jene liberalen Werte zu verspielen, die den Kern der europäischen Identität bilden.

Die Filmkultur Europas voranbringen

Ein Gastbeitrag zum LUX-Filmpreis 2010 des Europäischen Parlaments

Von Dietmar Kammerer

In den Sitzungssälen, auf den Gängen und in den Büros des Europäischen Parlaments in Brüssel gibt es kaum ein Thema der Politik, das nicht täglich behandelt würde. In den Ständigen Ausschüssen werden politische Entscheidungen von Arbeitsmarkt bis Verkehrspolitik vorbereitet, diskutiert und umgesetzt. Die meisten der Politiker haben sich jeweils auf ihr Fachgebiet spezialisiert, den Überblick übers Ganze haben nur wenige.

Welcher Umgang mit verwaisten Werken?

Die Debatte um verwaiste Werke hat spätestens im Zusammenhang mit dem digitalen Büchersuchdienst “Google Books” und dem darauffolgenden “Google Books Settlement” hohe Wellen geschlagen. Weitgehend Einigkeit herrscht über die Notwendigkeit, vergriffene Bücher digital wieder verfügbar zu machen. Nur die Art und Weise, wie Google dies instrumentalisiert und dabei bestehende Rechtsnormen ignoriert hatte, führte zu großen Protesten von Seiten der Autoren und Verleger. Das spezifische Problem bei verwaisten Werken besteht darin, dass zum Beispiel Texte, Bilder, Musikstücke oder Filme, zwar noch vom Urheberrecht geschützt sind, aber nicht bekannt ist, wer eigentlich die Rechte daran hält. Weil die Schutzfristen noch lange nicht abgelaufen sind, während die Werke selbst schon längst nicht mehr auf dem Markt sind, verliert sich mit der Zeit die Kette der Rechteinhaber. Wenn nach einem Zugänglichmachen sich ein Erbe wieder meldet, kann dieser Schadensersatzansprüche geltend machen. Dies birgt ein großes Risiko zum Beispiel für Bibliotheken, die sich dann im Zweifel eher dafür entscheiden, die Werke nicht der Öffentlichkeit preiszugeben.

PM: LUX-Filmpreis des Europäischen Parlaments geht an den Film „Die Fremde“

Heute hat das Europäische Parlament in Straßburg den diesjährigen LUX-Filmpreis verliehen. Die Abgeordneten wählten zwischen drei Filmen “Akadimia Platonos”, “Illégal” und “Die Fremde” und entschieden sich mit einer Mehrheit für letzteren von der Regisseurin Feo Aladağ. Helga Trüpel, Vizepräsidentin des Kulturausschusses im Europäischen Parlament sagte:

PM: Europeana – Europas digitale Bibliothek auf Augenhöhe mit Google Books – Status von verwaisten Werken offen

Zum gestrigen Besuch des “Komitees der Weisen” und der EU-Kommissarin Neele Kroes im Kulturausschuss erklärte Helga Trüpel, Berichterstatterin für Europeana und Vizepräsidentin des Kulturausschusses im Europäischen Parlament:

“Ich begrüße, dass “Europeana”, die europäische digitale Bibliothek,  insgesamt Fortschritte macht und die angepeilten Ziele übertroffen wurden. Mehr als 14 Millionen Werke des europäischen Kulturerbes sind bereits online. Die Zahl der digitalisierten Bücher unterscheidet sich nur noch gering von der des Google Books Projektes.

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Video Helga Trüpel