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• Kultur und Medien

PM: Höchster Umsatz in Apples Geschichte – Höchste Zeit Künstler daran zu beteiligen

Den aktuellen Umsatz-Informationen von Apple zufolge hat das Unternehmen im vergangenen Quartal mehr Einkünfte als jemals zuvor eingespielt.
Dazu erklärt Helga Trüpel, stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses im Europäischen Parlament:
„Nun wird es Zeit, die Urheber an den Gewinnzahlen zu beteiligen. Ich fordere Apple dazu auf, die Künstlerabgabe für jeden Download bei dem Musikportal iTunes zu erhöhen.”

Europa glänzt durch Kultur

„You will not fall in love with the internal market.“ EU-Kommissionspräsident Barroso hat es auf den Punkt gebracht: Den europäischen Binnenmarkt zu lieben, ist wirklich zu viel verlangt. Identifikation mit der Europäischen Union braucht mehr, etwas anderes, als den Binnenmarkt – der zweifellos wichtig und notwendig ist. Identifikation braucht Begeisterung für eine Sache, Identifikation braucht geteilte Erfahrungen und Werte und die Auseinandersetzung darüber, Identifikation braucht Gefühle. Das Europäische Parlament will die Bürgerinnen und Bürger für Europa gewinnen und begeistern.

Neue Spielregeln für das Internetzeitalter: EU beschließt das Telekom Paket

Die wirtschaftliche Bedeutung der Telekommunikationsindustrie ist unstrittig, nicht zuletzt gibt es in Deutschland mit der Bundesnetzagentur eine eigene Behörde, die neben dem Wettbewerb auf den Energiemärkten und im Bahnsektor auch für die Regulierung der TK-Industrie zuständig ist. Die rechtlichen Grundlagen für diese Bestimmungen sind bei uns im Telekommunikationsgesetz (TKG) verankert. Dieses beruht auf einem Richtlinienpaket, das auf EU Ebene am 24. November im Europäischen Parlament in Strassburg verabschiedet wurde. Nicht zuletzt in der Auseinandersetzung um die Roaming-Tarife hat sich gezeigt, wie wichtig eine aktive Rolle der Europäischen Union im Telekommunikationssektor sein kann. Das nun der dritten Lesung abgestimmte so genannte Telekom-Paket setzt sich im wesentlichen aus folgenden Bestandteilen zusammen:

Europeana: Europas digitale Bibliothek

Immer mehr Informationen werden heute über das Internet ausgetauscht. Das neue digitale Medium hat zweifellos unsere Gesellschaft verändert. Austausch  und Zugang zu Informationen, Wissen und Kultur sind Kernstück der digitalen Revolution. Als Reaktion auf diese Entwicklung, hat die Europäische Kommission ein digitales Bibliotheks-Projekt ins Leben gerufen: Europeana. Die Online-Bibliothek soll ähnlich wie die weltberühmte Bibliothek in Alexandria, das kulturelle Erbe Europas vielsprachig zusammenführen, archivieren und vor allem digital zugänglich machen. Im Rahmen der i2010-Strategie wurde Europeana als Teil des e-Content-plus-Programms gefördert. Das Internetportal, das von zahlreicher Kultur, IT- und Wissensorganisationen unterstützt und gespeist wird, verlinkt mittlerweile über 4, 6 Millionen digitale Objekte. 2010 soll die Zahl auf mehr als 10 Millionen steigen.

Europeana spielt eine große Rolle für die Umsetzung der Ziele der Lissabon Strategie. Um einem Wettbewerbsnachteil entgegenzuwirken, muss die EU sich gegenüber anderen Digitalisierungsprojekten behaupten können und konkret dem google books Projekt ein Gegengewicht bieten können.

3 Filme im EP: wer gewinnt den LUX-Preis?

Seit letzter Woche laufen im Europäischen Parlament wieder drei Mal täglich die Wettbewerbsfilme. Damit ist schon eine kleine Tradition markiert. Seit 2007 verleiht das Parlament den Filmpreis „Lux“, um den europäischen Film bekannt zu machen. Dieses Jahr  handelt es sich um den französischen Film “Welcome,” von Philippe Lioret, den deutschen Beitrag “Sturm” von Hans-Christian Schmid,  und schließlich um den Film “Eastern Plays” vom bulgarischen Regisseur Kamen Kalev. Alle drei Filme wurden zuvor von der Auswahljury (besetzt von Filmkritikern, Journalisten, Kinobetreiber und Filmverleiern etc,) die vom Kulturausschuss des Europäischen Parlaments zusammengesetzt wurde, als Favoriten ins Rennen geschickt. Bei unterschiedlicher Herangehensweise verbindet alle drei Filme das wesentliche Kriterium: eine europäische Geschichte zu erzählen. Die Filme greifen aktuelle europäische Themen auf, Migration, Drogen, Ausländerfeindlichkeit, Balkankriege und erzählen ganz individuelle Geschichten.. Trotz verschiedener Perspektiven, Konflikte und der kulturellen Verschiedenheit sind sie am Ende alle drei  eine sehr europäische Erzählung.

Nur einer der Filme wird Ende des Monats den LUX-Preis gewinnen. Dieser hat zum Ziel, die öffentliche Debatte über die europäische Integration zu beleuchten und die Verbreitung von europäischen Filmen in der Europäischen Union zu fördern. Der Preis besteht darin, die Untertitelung des Siegerfilms in 23 Amtssprachen der EU zu finanzieren. Außerdem wird eine Kopie je Sprachfassung auf 35mm Film hergestellt. Zudem wird die Originalfassung des Films mit Untertiteln für hörgeschädigte Menschen bearbeitet.

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