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Google in China

Bereits seit Wochen schwelte der Konflikt über die Zensierung von Web-Inhalten  zwischen China und Google. Ausgelöst wurde der Konflikt, laut Google Angaben, durch einen Hacker-Angriff auf verschiedene Server des Unternehmens im letzten Jahr. Während die Volksrepublik China darauf pocht, dass internationale Unternehmen sich an die chinesische Rechtsprechung halten, diese beinhaltet auch die politische Zensur des Internets, beharrt Google auf der anderen Seite auf die Meinungsfreiheit und sträubt sich gegen eine Zensur von Webinhalten.

Vergangene Woche, am 22. März, zog Google die Konsequenzen aus dem Konflikt und verlegte seinen chinesischen Sitz von Peking nach Hongkong. Durch diesen geschickten Schachzug entgeht der Konzern den strengen Kontrollen des totalitären chinesischen Regimes und zensiert seine Suchergebnisse nun nicht mehr.

Dieser Schritt kann nur begrüßt werden und zeigt deutlich, dass auch die Wirtschaft und internationale Unternehmen trotz wirtschaftlicher Interessen Rücksicht auf Menschenrechte, wie die Meinungsfreiheit nehmen können.

Den chinesische Bürgerinnen und Bürgern wird all dies leider kaum helfen. Weiterhin wird das Internet in China zensiert und auch die Suchergebnisse von Google werden immer noch nicht frei angezeigt. Jetzt zensiert nicht mehr Google selbst, sondern der chinesische Staat durch seine “Great Firewall”, ein in Anlehnung an die Große Mauer in China benanntes System von Computerprogrammen. Die Firewall spürt unliebsame Inhalte und Suchanfragen auf und verwehrt dem Benutzer den Zugriff darauf.

Es lässt sich nur hoffen, dass andere Unternehmen dem Beispiel von Google folgen werden und der totalitären Kommunistischen Partei Chinas die Stirn bieten. Nur wenn Wirtschaft und Politik Hand in Hand arbeiten, kann genügend Druck aufgebaut werden und die Menschenrechte in China forciert, sowie die Meinungs- und Pressefreiheit auch im Chinesischen Internet eingeführt werden.

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