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ERGEBNISSE der FERA Konferenz:”Imagining Cinema in the Digital Age: Creativity and New Ways of Distribution”

Die gestrige Konferenz von FERA (European Federation of European Film Directors) mit dem Titel: “Imagining Cinema in the Digital Age: Creativity and New Ways of Distribution” deren Schirmherrin ich war, hat mich sehr bereichert. Die Vorträge und die anschließenden Debatten der Filmemacher und Kulturvertreter waren hoch spannend. Die Forderungen, die sich aus der Diskussion herausstellten, umfassten vor allem die faire Bezahlung für die Künstler.

Schon in der Auftakt Präsentation von Istvan Szabo, dem berühmten ungarische Filmregisseur, stand im Mittelpunkt seiner Video-Botschaft die Erklärung, dass die Urheber von kulturellen Inhalten für ihre Arbeit bezahlt werden müssen sonst sterbe die kulturelle Vielfalt aus.

Es wurde über legale, lizenzierte Angebote mit neuen Plattformen diskutiert, auf deren Konditionen die Künstler Einfluss haben sollten. Die Zauberformel “Digital Rights Fair Trade” fiel vom Filmregisseur und Vorsitzenden der Internetplattform Onlinefilm.de, Cay Wesnik. Diese Formel beinhaltet legale und faire Angebote, die Künstler und Verbraucher gleichermaßen berücksichtigen. Diese seien notwendig, denn die Content-Industrie habe die digitale Entwicklung verschlafen und die Verbraucher wären in gewisser Hinsicht in die Nutzung von illegalen Angeboten getrieben worden. Zudem sei das Vertragsrecht zwischen Künstlern und Produzenten “untragbar”, so Gerhard Pfennig, Vorstandsvorsitzender der Verwertungsgesellschaft BILD-KUNST. Das Vertragsrecht müsse auf europäischer Ebene neu geregelt und die Buy-Out Verträge im Interesse der Künstler abgeschafft werden, so seine Forderung. Der Single Digital Markt dürfe nicht nur eine Infrastruktur für das Geldmachen sein, so der Filmregisseur und Vizevorsitzende von FERA, Peter Carpentier. Vielmehr müssen auch die Bedingungen für die Entlohnung der Inhalte europaweit geklärt werden, immer auch im Interesse der Künstler.
Heute machen die großen Firmen wie Apple einen Milliarden hohen Umsatz, von dem die Künstler nur einen winzigen Bruchteil abbekommen. Dies muss sich in Zukunft ändern und die Politik muss die rechtlichen Rahmenbedingungen im Sinne der Künstler schaffen.

Protokoll (EN)

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