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Creators Conference – Künstler fordern “Credit the creators”
Die “Creators Conference” in Brüssel zeigt die Wut der Künstler, dass sie im Internet nicht so für ihre urheberrechtsgeschützten Inhalte bezahlt werden, wie sie das wollen, wie es fairå und für die Aufrechterhaltung der kulturellen Vielfalt notwendig wäre. Sie widersprechen der Haltung, dass alles frei, im Sinne von umsonst, zugänglich sein müsse. Sie wollen neue legale Angebote, mit guten Konditionen, eine Marktregulierung, die ihre Interessen berücksichtigt, sie wollen, dass das Urheberrecht weiter zählt, die Verwertungsgesellschaften hart verhandeln können, um ihre Interessen zu vertreten . Sie wollen keine politische Zensur des Netzes, sondern Zugang zu ihren Werken gegen Bezahlung. “Credit the creators” ist die Forderung, denn die Freiheit des einen endet da, wo die Freiheit des anderen anfängt. Die Freiheit, die Piraten und Google meinen, ist eine Freiheit ohne Verantwortung und Nachhaltigkeit für die Kreativen, deswegen: “I am proud to contribute to cultural diversity.”
Das Vorgehen der US Justiz gegen Megaupload ist richtig
Die Grünen haben auf ihrer letzten BDK im November 2011 beschlossen, eine deutliche Trennlinie zwischen privatem file-sharing und kommerziellen Plattformen zu ziehen, die mit den Inhalten Dritter ohne deren Erlaubnis Geld verdienen und Urheberrechtsverletzungen begehen.
Die Grünen haben sich gegen ein überbordendes Abmahnwesen, gegen Internetsperren und für Datenschutz und Bürgerrechte im Netz ausgesprochen. Genauso deutlich sind wir aber auch in der Kritik an denjenigen, die sich an den Inhalten anderer bereichern und diese um ihren fairen Verdienst bringen. Deswegen ist es richtig, gegen solche Portale vorzugehen. Das hat nichts mit politischer Zensur und Verhinderung von Informationsfreiheit zu tun, sondern es geht darum, mit rechtsstaatlichen Mitteln zu erreichen, dass illegale Angebote gestoppt werden und sich legale Angebote mit fairen Preisen entwickeln können. Die Piratenpartei irrt, wenn sie das unter Zensur und Verhinderung der Informationsfreiheit verbucht.
Wikipedia Protestaktion
Wikipedia geht aus Protest gegen geplante US Gesetze, SOPA, Stop Online Piracy ACT und PIPA, Protect Intellectual PropertyAct, für 24 Stunden vom Netz. Begründung von Wikipedia, sie müssten sich gegen die geplante Zensur wenden. Es kann aber nicht sein, dass man Urheberrechtsverletzungen hinnehmen muss mit dem Verweis, Urheberrechtsschutz sei Zensur. Es muss für diesen Grundkonflikt eine dritte Lösung zwischen laissez faire und Zensur gefunden werden.
Wichtiger Kompromiss – Auf der BDK gelingt Annäherung zwischen Kultur- und Netzpolitik
Ja, wir haben es mit einer digitalen Revolution zu tun, und Revolutionen bedeuten große Chancen und große Verunsicherungen, sie lösen tiefgehende gesellschaftliche Suchbewegungen aus. Doch auch in der digitalen Welt muss es klare Orientierungen an völkerrechtlich verbindenden Verträgen geben: Zum Beispiel Artikel 27 der Konvention zum Schutz der der Menschenrechte und Grundfreiheiten:
EU Haushaltsverhandlungen: Armes Europa
Armes Europa