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Lunch-Talk mit Àgnes Heller

Lunch-Talk mit Helga Trüpel und der ungarischen Philosophin und Hannah-Arendt-Preisträgerin Ágnes Heller zur Situation von Rechtsstaat und Demokratie in Ungarn. 2. Juni 2017, 13.30 Uhr, Altenwall 25, 29195 Bremen (3. Etage).

Die ungarische Philosophin Ágnes Heller wurde 1929 geboren. Als Kind jüdischer Eltern überlebte sie den Holocaust nur knapp. Zum Philosophiestudium wurde sie 1947 durch eine Vorlesung von Georg Lukács inspiriert, bei dem sie 1955 promovierte. Die zunächst überzeugte Kommunistin kam wegen „mangelnder Linientreue“ bald mit der Kommunistischen Partei in Konflikt. Wiederholte Kündigung an der Universität und Publikationsverbot folgten. Sie avancierte schließlich zu einer der gewichtigsten Stimmen in der osteuropäischen Dissidentenszene. 1977 emigrierte Ágnes Heller vorerst nach Australien. Sie wurde international bekannt und erhielt 1986 die Hannah-Arendt-Professur an der New Yorker New School for Social Research. Es folgten Gastprofessuren und viele Auszeichnungen, u. a. 1995 der Hannah-Arendt-Preis der Stadt Bremen und am 4. Mai 2012 der Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik. Sie gilt als eine der wichtigsten Stimmen  der ungarischen Protestbewegung gegen die Regierung Viktor Orbáns . Zu den bekanntesten ihrer Werke gehören u.a. die „Theorie der Gefühle“ (1980) und „Ist die Moderne lebensfähig?“ (1995).